Am sogenannten Lugerhorn wurde durch einen aufmerksamen Bürger aus Jettenberg eine Rauchentwicklung im Bergwald festgestellt. Daraufhin setzte sich die Führung der Feuerwehr Schneizlreuth zusammen und alarmierte die Landkreis-Drohne. Diese startete umgehend einen Überflug mit Wärmebildkamera, um die Brandstelle zu lokalisieren und das Ausmaß des Feuers einzuschätzen.
Bei dem Überflug konnte eine Brandstelle in dem äußerst steilen Bergwaldgelände mit einer Größe von etwa 10 × 10 Metern festgestellt werden. Daraufhin machten sich Fußtrupps der Feuerwehr Schneizlreuth auf den beschwerlichen Weg zur Einsatzstelle. Ausgerüstet waren die Einsatzkräfte unter anderem mit Rucksackspritzen, Feuerpatschen, Haken zum Auflockern des Waldbodens sowie weiterem Material zur Brandbekämpfung.
Gegen 14:50 Uhr erreichte der Fußtrupp die Brandstelle. Dabei wurden die Einsatzkräfte durch die Landkreis-Drohne gezielt zur Einsatzstelle geführt.
Leider wurde die Drohne während des Einsatzes von einem Greifvogel, vermutlich einem Adler oder Habicht, angegriffen und zum Absturz gebracht. Dadurch war die Drohne anschließend nicht mehr einsatzbereit.
Die Einsatzkräfte begannen unverzüglich mit der aufwendigen Brandbekämpfung. Durch umfangreiche Grabarbeiten und den gezielten Einsatz von Wasser konnte die Ausbreitung des Feuers schnell eingedämmt werden. Aufgrund des unwegsamen und steilen Geländes gestalteten sich die Löscharbeiten jedoch äußerst kräftezehrend.
Zur Unterstützung wurde ein Hubschrauber der Firma Kitz Air angefordert. Dieser konnte gegen 17:30 Uhr mit den Löscharbeiten beginnen. Durch mehrere gezielte Wasserabwürfe wurden mehrer tausend Liter Löschwasser auf die Brandstelle abgegeben.
Gegen 18:00 Uhr konnte schließlich „Feuer aus“ gemeldet werden.
Am darauffolgenden Tag erfolgte durch die Polizeihubschrauberstaffel mit der Maschine „Edelweiß“ nochmals ein Überflug der Brandstelle mittels Wärmebildkamera. Dabei konnten keine weiteren Glutnester festgestellt werden.
So konnte ein weiterer kräftezehrender Waldbrandeinsatz für die FF Schneizlreuth im schwierigen Bergwaldgelände erfolgreich bewältigt und eine weitere Ausbreitung des Feuers verhindert werden.